Abschaum


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Seit dem 15. Jahrhundert wird der Begriff Abschaum übertragen auf einen minderwertigen Teil einer Gesamtheit (meist Menschen), und wird als ein Synonym für Pöbel, Pack, Gesindel verwendet.[1][2] Auch in der Gegenwart stellt das Wort, wenn es als Bezeichnung für Menschen benutzt wird, eine schwere Beleidigung dar.

Die Redewendung „Abschaum der Welt“ ist die Übersetzung aus dem 1. Brief an die Korinther des Apostels Paulus. Sie bezieht sich auf die Apostel, die von der Welt verachtet werden. Im altgriechischen Originaltext heißt es: περικαθάρματα τοῦ κόσμου – perikatharmata tou kosmou.[3]

Abschaum beim Kochen von gelben Erbsen
Gerinnender Abschaum beim Kochen von Rinderbrühe

Weitere Begriffsverwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schaum entsteht beim Kochen eiweißhaltiger Zutaten in Flüssigkeiten, z. B. bei der Zubereitung von Fleischbrühe oder Hülsenfrüchten. Er besteht aus Eiweiß, das aus den Zellen ausgetreten ist, und bildet sich vor allem zu Anfang des Kochvorgangs. Er ist zunächst weißlich und wird dann grau, da er Schwebstoffe aus der Flüssigkeit an sich bindet. Ist das Eiweiß im Abschaum vollständig geronnen, flockt es aus und kann die Flüssigkeit trüben. Um das zu vermeiden, muss er wiederholt mit einem Schaumlöffel abgeschöpft werden. Dieser Vorgang wird in der Küchensprache als Abschäumen bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Abschaum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dudenredaktion: Duden - Das Bedeutungswörterbuch: Bedeutung und Gebrauch von rund 20 000 Wörtern der deutschen Gegenwartssprache. Bibliographisches Institut, 2018, ISBN 978-3-411-91251-3, S. 58.
  2. Dudenredaktion: Duden - Das Herkunftswörterbuch: Etymologie der deutschen Sprache. Bibliographisches Institut, 2020, ISBN 978-3-411-91291-9, S. 726.
  3. Eckhard J. Schnabel: Der erste Brief des Paulus an die Korinther. R. Brockhaus Verlag GmbH &, 2006, ISBN 978-3-417-29724-9, S. 255.

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